Die Landesgartenschau in SchweinfurtBlog

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veröffentlicht am 17. Juli 2020

Viele Anregungen aus der Expertenwerkstatt

  • Die Expertenwerkstatt tagte im großen Sitzungssaal des Rathauses
    Die Expertenwerkstatt tagte im großen Sitzungssaal des Rathauses

Intensiv und konstruktiv war die Expertenwerkstatt, zu der die Stadt Schweinfurt in den großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen hatte. Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen zur Landesgartenschau zu äußern und sie nahmen die Gelegenheit engagiert wahr. Es ging in erster Linie um die Daueranlage, das heißt, vor allem um den Bürgerpark auf dem Areal der Ledward Barracks und um die Trittsteine in die Stadt hinein bis zum Main, also die Bereiche, die dauerhaft neu angelegt oder aufgewertet werden.

Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Baureferent Ralf Brettin, Architekt und Stadtplaner Vinzenz Dilcher von UmbauStadt sowie Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, erläuterten den Stand des Projekts und den Zeitplan und diskutierten mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Zum zweiten Mal trat die Expertenwerkstatt mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft zusammen. Beim ersten Mal 2017 ging es um Inhalte für die Bewerbung um die Landesgartenschau. Nun nehmen die Pläne immer konkretere Formen an. 35 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Zur Sprache kamen die Belange von Vereinen und Verbänden, Umwelt und Naturschutz, Hochschule und Jugend, Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Wirtschaft und Tourismus und Behörden. Ganz oben auf der Wunschliste standen attraktive Spielplätze für Kinder – unter anderem ein Wasserspielplatz –, der Wunsch nach gärtnerischer Vielfalt und Blühfeldern, nach Sitzmöglichkeiten und Schattenplätzen. Gewünscht waren außerdem unter anderem ein Jugendpavillon und Sportmöglichkeiten für alle Generationen sowie barrierefreie Informationsschilder und ein dauerhafter Hinweis auf die Geschichte der Ledward Barracks.

Großer Wert wurde auf die Trittsteine gelegt, die als »Grünes Band« das LGS-Gelände mit der Innenstadt verbinden sollen. Schelmsrasen, Spitalseeplatz und Gutermann-Promenade können grün umgestaltet werden und so einen Beitrag zur Reaktion auf den Klimawandel leisten. Vorgeschlagen wurde für die Zeit der Baustelle ein Aussichtsturm auf dem Gelände, der die Möglichkeit bietet, sich vor Ort über den Stand der Bauarbeiten zu informieren.

Wie das Gartenschaugelände im Jahr 2026 wirklich aussehen wird, entscheidet sich im Rahmen eines landschaftsplanerischen und städtebaulichen Wettbewerbs. Es ist vorgesehen, dass sich etwa 20 Teams bestehend aus Landschaftsarchitekten und Stadtplanern mit dem Landesgartenschaugelände in Schweinfurt intensiv befassen und jeweils einen Entwurf erarbeiten. In die Auslobung dieses Wettbewerbs werden Anregungen aus der Expertenwerkstatt fließen. Nach einer Vorprüfung aller Arbeiten tritt Anfang März das Preisgericht zusammen und wählt die beste Arbeit aus.